Der Wechsel von der bisherigen RSA-Verschlüsselung auf das moderne ECC-Verfahren gehört zu den wichtigsten technischen Veränderungen in der Telematikinfrastruktur. Ab dem 1. Januar 2026 akzeptiert die TI ausschließlich ECC. RSA-Zertifikate laufen aus, der Zugang zur TI wird ohne Umstellung blockiert.
Diese Frist ist verbindlich. Wird sie verpasst, funktionieren zentrale Anwendungen wie Kassenabrechnung, eGK-Einlesen, eAU, eRezept und KIM nicht mehr. Der Praxisbetrieb wäre unmittelbar beeinträchtigt.
Dass es auch anders geht, zeigt ein Blick auf unsere Kundschaft: 96 % aller Elefant® Praxen sind bereits vorbereitet. Sie haben die TI-Umstellung abgeschlossen, eingeleitet oder einen verbindlichen Termin gebucht. 4.500 Praxen wurden allein in den vergangenen drei Monaten erfolgreich umgestellt.
Warum die ECC-Umstellung notwendig ist
Das bisher eingesetzte RSA-Verschlüsselungsverfahren galt lange als Standard, stößt heute jedoch an technische und sicherheitsrelevante Grenzen. Die Schlüssel sind groß, die Berechnungen vergleichsweise träge und mit zunehmender Rechenleistung sinkt die langfristige Sicherheit dieses Verfahrens. ECC (Elliptic Curve Cryptography) setzt genau hier an: Durch kleinere, effizientere Schlüssel erreicht das Verfahren ein höheres Sicherheitsniveau bei gleichzeitig besserer Performance. Datenübertragungen werden schneller und stabiler, ohne Abstriche bei der Sicherheit zu machen. Aus diesen Gründen haben gematik und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) entschieden, die Nutzung von ECC verbindlich vorzuschreiben. Die Umstellung ist daher keine Option, sondern eine notwendige Voraussetzung, um die Telematikinfrastruktur auch künftig sicher und zuverlässig nutzen zu können.
Welche Folgen eine fehlende Umstellung hat
Ab dem 1. Januar 2026 akzeptiert die TI ausschließlich ECC-basierte Verbindungen. Praxen, die bis dahin nicht umgestellt haben, verlieren den Zugriff auf zentrale TI-Dienste. Konkret bedeutet das: Das eRezept kann nicht mehr ausgestellt, die eAU nicht mehr signiert und versendet werden. KIM-Nachrichten lassen sich nicht mehr verschicken oder empfangen, das Einlesen der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) schlägt fehl und die Quartalsabrechnung kann nicht mehr über die TI durchgeführt werden. Zusätzlich treten Zertifikats- und Verbindungsfehler im Praxisverwaltungssystem auf.
Diese Einschränkungen wirken sich unmittelbar auf den Praxisbetrieb aus. Digitale Prozesse kommen ins Stocken, Abläufe verzögern sich oder brechen vollständig ab.
Kurz gesagt: Ohne eine Umstellung auf ECC ist ein regulärer Praxisbetrieb ab 2026 nicht mehr möglich.
Warum Elefant®-Praxen so weit vorn sind
Viele andere PVS-Anbieter kämpfen mit lokalen Konnektoren, verstreuten Zertifikaten und unklaren Update-Ketten. Elefant® arbeitet längst mit einem zentralen, stabilen TI-Gateway, wodurch Umstellungen planbar sind und zuverlässig eingehalten werden können.
Gründe für die hohe Umstellungsquote:
- Verlässliche Kommunikation
- Eingespielte Prozesse
- Moderne TI-Gateway-Infrastruktur
- Persönliche technische Begleitung
Was bedeutet die Umstellung für Ihren Praxisalltag?
Die Umstellung auf die ECC-Verschlüsselung ist in der Regel deutlich unkomplizierter, als viele Praxen erwarten. Der Termin selbst dauert meist zwischen 30 und 60 Minuten und wird per Fernwartung durchgeführt. Während der Umstellung bleibt Elefant® weiterhin nutzbar. In den meisten Fällen können laufende Termine mit Patient:innen wie gewohnt stattfinden und müssen nicht verschoben oder abgesagt werden. Ihre Anwesenheit ist lediglich zu Beginn kurz erforderlich, etwa um den Zugriff freizugeben oder Rückfragen zu klären. Die eigentliche technische Umstellung erfolgt im Hintergrund. Zertifikate und TI-Komponenten werden zentral angepasst, ohne dass Sie aktiv eingreifen müssen. Nach einer kurzen Funktionsprüfung stehen alle TI-Dienste wieder vollständig zur Verfügung.
Was Sie vor dem Termin vorbereiten sollten
Bitte halten Sie Ihre SMC-B-Karte bereit und stellen Sie sicher, dass Ihnen die zugehörige PIN vorliegt. Das Kartenterminal sollte während des Termins eingeschaltet und betriebsbereit sein. Zudem benötigen wir kurzzeitig Zugriff auf den entsprechenden Rechner, daher sollten die Zugangsdaten griffbereit sein. Wichtig ist außerdem, dass während der Umstellung keine TI-Komponenten vom Strom getrennt werden. Insbesondere der Konnektor sollte durchgehend eingeschaltet bleiben. Weitere Maßnahmen sind in der Regel nicht erforderlich. Die technische Umsetzung übernimmt unser Team bis zur vollständigen Funktionsfähigkeit vollständig im Hintergrund.
Wie läuft der TI-Wechsel bei Elefant® ab?
- Vorab-Check
- Remote-Umstellung
- ECC-Konfiguration im TI-Gateway
- Test der TI-Dienste
- Rückmeldung an die Praxis
Fazit und Ausblick
Seit Anfang 2026 ist die Umstellung auf die ECC-Verschlüsselung verbindlich. Praxen, die Elefant® nutzen, waren auf diesen Schritt gut vorbereitet, weil sie frühzeitig informiert wurden und auf eine stabile, moderne technische Struktur setzen konnten. 96 % der Elefant® Praxen waren bereits Mitte Dezember 2025 abgesichert, allein 4.500 Umstellungen wurden in den Monaten vor dem Stichtag erfolgreich umgesetzt.
Für Praxen, die ihre TI-Anbindung überprüfen oder die Umstellung nachholen möchten, bleibt das Thema weiterhin relevant. Auch nach dem 1. Januar 2026 ist eine saubere ECC-Konfiguration Voraussetzung für einen stabilen Praxisbetrieb.
Wer dabei Orientierung benötigt, kann jederzeit einen persönlichen Beratungstermin vereinbaren. In diesem Gespräch klären wir kompakt, ob Ihre Praxis korrekt angebunden ist, welche Schritte gegebenenfalls noch notwendig sind und wie eine nachträgliche Umstellung oder technische Prüfung abläuft.
👉 Persönliche Beratung buchen // Alle Infos zum TI-Gateway
